IT-Service-Continuity-Management (ITSCM) ist ein Teil des gesamten Geschäftsprozesses (GP), der für die Notfallplanung zuständig ist. ITSCM ist Bestandteil des Business-Continuity-Managements (BCM). Mit ITSCM wird dafür gesorgt, dass nach einer Unterbrechung des Geschäftsbetriebs ein vorher festgelegter und vereinbartes Level von IT-Services wieder zur Verfügung gestellt wird und minimale geschäftliche Funktionen unterstützt werden können.
Grundlegene Konzepte des ITSCM sind:
- Strenge Configuation-Management-, Change-Management- und Revisions-Prozesse,
- Schulung und Aufklärung für das ganze Unternehmen,
- Nutzung der neuesten Technologie und Software-Support-Tools,
- spezifische Schulungen für die am Prozess beteiligten Mitarbeiter,
- regelmäßige Tests.
Für das Entgegenwirken von Auswirkungen des Ausfalls von IT-Services bietet das ITSCM folgende Vorteile:
- Potenzielle niedrigere Versicherungs-Prämien aufgrund der umfassenden Vorsorgemaßnahme bei IT-Service ausfällen und Vorbeugung gegenüber schwerwiegenden Ausfällen
- Erfüllung von zahlreichen Vorschriften von verschiedenen Aufsichtsbehörden
- Erweiterung und Pflege von Geschäftsbeziehungen zwischen der IT und anderen Abteilungen durch die Entwicklung und Aufrechterhaltung verschiedener Konzepte des ITSCM
- Positives Marketing nach außen durch das Vorweisen zahlreicher Notfall-Fähigkeiten
- Die Unternehmens-Glaubwürdigkeit und -Vertrauen steigt. Shareholder und Unternehmenskunden bekommen mehr Zusicherung und Qualität. Die Kundenbindung steigt
- Wettbewerbs-Vorteil gegenüber anderen Unternehmen, höhere Chancen beim Ausschlussverfahren der Partnerwahl von Kunden
Das ITSCM interagiert mit vielen weiteren IT-Service Disziplinen. Dazu zählen das Service Level Management für die Verpflichtung der IT Service Delivery, Availability Management für Maßnahmen zur Risiko-Reduzierung, Configuration-Management für Definition der Kern-Infrastruktur, Capacity-Management zur Sicherstellung vongeschäftlichen Funktionen durch IT-Hardware-Ressourcen, Change-Management zur Sicherstellung von etablierten Prozessen und Aktualisierung von Kontinuitäts-Pläne und zuletzt das Service Desk in Verbindung mit dem Incident Management für die Nutzung von historischen Daten.
Die Einführung eines ITSCM deckt das ganze Unternehmen ab und setzt die Kenntnis von kritischen Geschäftsprozessen sowie die Analyse und Koordinierung er erforderlichen Infrastruktur und IT unterstützenden Services voraus. Nachstehend werden die einzelnen Aktivitäten der Einführung von ITSCM bzw. BCM erläutert.
- Grundsätze formulieren: Früh kommunizieren und Themen mit BCM verbundenen Mitarbeitern festlegen
- Aufgabenstellungen und Gegenstand spezifizieren: Dazu gehört die Risiko-Bewertung, Analyse der GP, festlegen von Befehls- und Kontrollstrukturen und Berücksichtigung von Kunden-Erfordernisse
- Ressourcen bereitstellen: Umgebung schaffen für BCM, Mitarbeiter schulen um die 2. Phase im Prozess-Modell des BCM bewältigen
- Projekt-Organisation und Kontrollstruktur definieren : Projektplanung nach Prince2 bspw. unterstützt durch Project Manager Workbench oder Microsoft® Project asl Projekt-Planungs-Tools
- Projekt- und Qualitäts-Pläne verabschieden: Einsatz von Qualitäts-Plänen sichert die vereinbarte Leistung und bietet Mechanismus zum Kommunizieren
Quelle: The Stationery Office: ITIL der Schlüssel für die Steuerung von IT Services, Service Support, First edition third impression. Niederlande, 2006
